Daumen

Betroffene Berufsgruppen

Experten zufolge verletzen sich Beschäftigte im Gesundheitswesen durchschnittlich alle zwei Jahre an einem gebrauchten spitzen oder scharfen Instrument.[1] Hektik und Arbeitsdruck erhöhen das Verletzungsrisiko. Betroffen sind vor allem Mitarbeiter von Kliniken und Praxen. Die meisten Ärztegruppen (auch Zahnärzte), Medizinische Fachangestellte, Beschäftigte im Rettungswesen, Krankenschwestern und -pfleger sind dem Risiko einer Nadelstichverletzung täglich ausgesetzt. Immer häufiger melden aber auch Reinigungskräfte, Wäschereimitarbeiter und sogar das Küchenpersonal in Kliniken Nadelstichverletzungen, weil Instrumente nicht sachgemäß entsorgt wurden.

Aber auch im Pflegebereich kommt es häufig zu Nadelstichverletzungen, da hier ebenfalls im Eiltempo viele Patienten bzw. Pflegekunden versorgt werden müssen. Auch sind Pflegekräfte vieler Seniorenheime sowie Mitarbeiter ambulanter Pflegedienste noch unzureichend über die Vermeidung von und den Umgang mit Nadelstichverletzungen aufgeklärt.

 

Behandlung eines Patienten

 

Besondere Vorsicht gilt aber auch für die folgenden Berufsgruppen:

  • Labormitarbeiter
  • Diabetesberater
  • Medizinisch-Technische Assistenten
  • Bundesfreiwilligendienstleistende und andere Mitarbeiter des Gesundheits-, Pflege- und Sozialwesens.

Auch sie haben Kontakt zu Blut und Körperflüssigkeiten von Patienten bzw. Pflegekunden und können sich infolge einer Nadelstichverletzung mit blutübertragbaren Krankheitserregern infizieren.

 

[1] Wicker S, Allwinn R, Gottschalk R, Rabenau HF: Häufigkeit von Nadelstichverletzungen in einem deutschen Universitätsklinikum: Ein Vergleich zweier unabhängiger Datenerhebungen. Zentralbl Arbeitsmed Arbeitssch Ergonomie 2007a; 57: 42-9.

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