Daumen Info

Herzlich willkommen bei SAFETY FIRST! Deutschland

Auf den nachfolgenden Seiten finden Sie umfassende Informationen rund um das Thema Nadelstichverletzungen und den Schutz der Mitarbeiter[1] im Gesundheitswesen und in der Pflege.

Nadelstichverletzung

Beschäftigte des Gesundheitswesens und in der Pflege haben aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit eine erhöhte Infektionsgefährdung. Sie können sich durch kleinste Verletzungen an Kanülen, Lanzetten, Skalpellen usw. mit blutübertragbaren Erregern, wie dem HI-Virus, dem Hepatitis-B- oder Hepatitis-C-Virus, infizieren. Durchschnittlich verletzt sich jeder Mitarbeiter alle zwei Jahre.[2] Dennoch werden das Risiko und die Folgen einer Nadelstichverletzung häufig unterschätzt. SAFETY FIRST! Deutschland möchte über dieses Risiko aufklären und dazu beitragen, den Arbeitsschutz für Pflegekräfte, Ärzte (auch Zahnärzte), Medizinische Fachangestellte (MFA) und andere im Gesundheitswesen Beschäftigte zu verbessern. Denn die meisten Nadelstichverletzungen lassen sich verhindern.

Wir, die Sprecher von SAFETY FIRST!, geben Ihnen unter anderem Antworten auf folgende Fragen:

 

[1] Im Sinne einer besseren Lesbarkeit verzichten wir auf männlich/weiblich Formulierungen, wie z.B. Mitarbeiter/Innen. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für beide Geschlechter. Selbstverständlich sind immer Männer und Frauen gleichermaßen gemeint.

[2] Wicker S, Allwinn R, Gottschalk R, Rabenau HF: Häufigkeit von Nadelstichverletzungen in einem deutschen Universitätsklinikum: Ein Vergleich zweier unabhängiger Datenerhebungen. Zentralbl Arbeitsmed Arbeitssch Ergonomie 2007a; 57: 42-9.

 

Aktuelles

20.10.2015

URTEIL: Hepatitis C als Berufskrankheit anerkannt

Das Hessische Landessozialgericht (LSG) in Darmstadt hat in einem am 20. Oktober 2015 bekanntgegebenen Urteil vom 14. Juli 2015 (AZ.: L 3 U 132/11) in zweiter Instanz entschieden, dass die HCV-Infektion einer Mitarbeiterin im Blutspendedienst in der Regel durch die Berufsgenossenschaft als Berufskrankheit anzuerkennen und zu entschädigen ist. Nachdem die Berufsgenossenschaft eine Anerkennung der Klägerin zunächst abgelehnt hat und die erste Instanz dieser Ansicht gefolgt ist, hat das LSG der Klägerin nunmehr Recht gegeben. Die ehemalige Mitarbeiterin sei bei ihrer Tätigkeit als Krankenschwester im Blutspendedienst einem besonders erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt gewesen. Nähere Informationen zum Sachverhalt und den Entscheidungsgründen hier.