Daumen

Postexpositionsprophylaxe

Ist es zu einer Nadelstichverletzung gekommen und besteht die Möglichkeit, dass mit dem Blut des betroffenen Patienten auch gefährliche Erreger übertragen wurden, bestehen immer noch Möglichkeiten Infektionen zu verhindern.

Für die Erreger der Hepatitis B und das HI Virus besteht die Möglichkeit, kurz nach einer Nadelstichverletzung durch eine so genannte Postexpositionelle Prophylaxe (PEP) eine Infektion zu verhindern. Um wirksam zu sein muss mit der Medikamentengabe möglichst unverzüglich nach der Stichverletzung begonnen werden. Voraussetzung hierfür ist, die Nadelstichverletzung  sofort beim Betriebsarzt zu melden! Eine HIV-Postexpositionsprophylaxe, die nach mehr als 24 Stunden nach der Exposition begonnen wird, ist nahezu sinnlos.

Gegen das Hepatitis-C-Virus besteht keine Möglichkeit einer postexpositionellen Prophylaxe, allerdings ist die Erkrankung im Frühstadium gut zu therapieren. Voraussetzung ist aber auch hier eine regelmäßige Kontrolle des betroffenen Mitarbeiters durch den Betriebsarzt, um eine Serokonversion rechtzeitig zu erkennen.

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