Daumen

Entsorgung medizinischer Instrumente

Fast die Hälfte aller gemeldeten Nadelstichverletzungen ereignet sich bei der Entsorgung von benutzten Instrumenten. Daher ist es wichtig, geeignete Abwurfbehälter zur Verfügung zu stellen. Diese müssen laut der Technischen Regel für Biologische Arbeitsstoffe 250 (TRBA 250) und der Biostoffverordnung (BioStoffV) stich- und bruchfest sein und den Abfall sicher umschließen. Darüber hinaus müssen sie die folgenden Eigenschaften aufweisen:

  • Die Entsorgungsboxen dürfen sich nach dem endgültigen Verschließen nicht wieder öffnen lassen. Ältere Kanister, z. B. von Desinfektionsmitteln, sind in der Regel nicht für die Entsorgung geeignet.
  • Sie geben den Inhalt, z. B. bei Druck, Stoß und/oder Fall, nicht frei.
  • Sie sind durchstichfest.
  • Ihre Festigkeit wird durch Feuchtigkeit nicht beeinträchtigt.
  • Ihre Größe und Einfüllöffnung sind abgestimmt auf das zu entsorgende Gut.
  • Sie öffnen sich beim Abstreifen von Kanülen nicht.
  • Sie sind durch Farbe, Form oder Beschriftung eindeutig als Abfallbehältnisse zu erkennen.
  • Sie sind mit Benutzerhinweisen versehen, sofern ihre Verwendung nicht augenfällig ist.

 

Sichere Abwurfbehälter

Neben dem Einsatz sicherer Abwurfbehälter ist auch die korrekte Entsorgung sicherzustellen:

  • Benutzte Instrumente sind direkt und ohne Zwischenablage zu entsorgen. Die Entsorgungsboxen sollten demnach stets patientennah aufgestellt werden. Bei mobilen Tätigkeiten ist die Entsorgungsbox zum Patienten mitzunehmen.
  • Gefüllte Kanülenabwurfbehälter sind rechtzeitig auszutauschen.
  • Nadeln dürfen nicht wieder in die Schutzhülle zurückgesteckt (Recapping), verbogen oder abgeknickt werden.

 

Recapping

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