Daumen

Persönlich wirksame Schutzmaßnahmen

Oftmals kann nicht sicher ausgeschlossen werden, dass ein Patient oder auch Pflegekunde bzw. Heimbewohner infektiös ist. Daher empfehlen wir, sich beim Umgang mit Blut, Blutprodukten oder Körperflüssigkeiten bestmöglich vor Infektionen zu schützen.

Handschuhe und Schutzbrillen

Ein Schutz vor Nadelstichverletzungen durch persönliche Schutzausrüstung ist in Kliniken, Praxen, Pflegeeinrichtungen und bei der ambulanten Betreuung nur schwer zu realisieren. Zwar existieren am Markt stichsichere Handschuhe mit Metalleinlage. Diese sind jedoch eher in Bereichen der Abfallwirtschaft zu finden, in denen es gelegentlich durch falsch entsorgte Kanülen zu Nadelstichverletzungen kommen kann.

In den übrigen Einrichtungen des Gesundheitswesens werden flüssigkeitsdichte, aber nicht stichsichere Schutzhandschuhe getragen. Diese helfen, den oberflächlichen Kontakt mit Körperflüssigkeiten zu vermeiden. Sie sollten daher bei allen Tätigkeiten getragen werden, bei denen mit einem Blutkontakt oder anderen Körperflüssigkeiten gerechnet werden muss. Insbesondere kleine Hautverletzungen an den Händen stellen hervorragende Eintrittspforten für Infektionserreger dar.

Bei chirurgischen Eingriffen ist das Tragen doppelter Handschuhe zu empfehlen, um die Häufigkeit eines ungewollten Blutkontaktes zu verringern und die bei einer Stichverletzung übertragene Blutmenge zu reduzieren. Sinnvoll ist auch der Einsatz von Indikatorsystemen, die es ermöglichen, Handschuhperforationen frühzeitig zu erkennen und einen Austausch vorzunehmen.

Um Blutspritzer in die Augen zu vermeiden, empfiehlt sich das Tragen von Schutzbrillen.

 Schutzbrille

 

 

 

 

 

 

Postexpositionsprophylaxe und Impfung

Den individuellen Schutzmaßnahmen können auch Maßnahmen der Postexpositionsprophylaxe (PEP) sowie die Schutzimpfung gegen Hepatitis B zugeordnet werden. Aufgrund ihrer lang anhaltenden Wirkung ist sie jedoch auch als Basisschutzmaßnahme einzuordnen. Bei Beschäftigten im Gesundheitssektor, inklusive der Pflege, sollte die Impfung selbstverständlich sein und ihre Kosten müssen vom Arbeitgeber übernommen werden. Gegen Hepatitis C und HIV besteht bisher keine Impfmöglichkeit.

 

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