Daumen

Persönlich wirksame Schutzmaßnahmen: Schutzhandschuhe etc.

Schutzhandschuhe

Schutzhandschuhe können natürlich den scharfen Kanülen keinen Widerstand entgegensetzen. Da aber auch oberflächliche Blutkontakte vorkommen und bereits sehr kleine Hautverletzungen an Händen hervorragende Eintrittspforten für Infektionserreger darstellen, sind Handschuhe zum Schutz vor Infektionen unumgänglich und sollen bei allen Tätigkeiten, bei denen mit einem Blutkontakt oder anderen Körperflüssigkeiten gerechnet werden muss, getragen werden.

Werden Schutzhandschuhe bei einer Nadelstichverletzung durchstochen, wird in der Regel das gleiche Blutvolumen übertragen wie beim Nadelstich in die ungeschützte Haut. Lediglich bei Verletzungen an massiven chirurgischen Instrumenten (Skalpelle, Nähnadeln etc.) führt ein Abstreifeffekt zu einer Reduktion des übertragenen Blutvolumens. In diesem Einsatzfeld kann der Schutz vor Infektionen auch durch das Tragen von zwei paar Handschuhen übereinander verbessert werden.

Muss mit dem Verspritzen von Blut gerechnet werden, sind Schutzbrillen ein geeigneter Schutz, um Blutspritzer in die Augen zu vermeiden.

Ebenfalls den individuellen Schutzmaßnahmen zugeordnet werden können Maßnahmen der Postexpositionsprophylaxe (PEP), sowie die Schutzimpfung gegen Hepatitis B, die jedoch auf Grund ihrer guten Wirkung auch als Basisschutzmaßnahme einzuordnen ist.

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