Daumen

Sichere Arbeitsorganisation und -umgebung

Die Arbeitsumgebung hat entscheidenden Einfluss auf die Sicherheit der Beschäftigten am Arbeitsplatz. Grundbedingungen für eine sichere Arbeitsumgebung sind Ordnung, Sauberkeit, ausreichend Platz, gute Beleuchtung und organisierte Arbeitsabläufe: Denn in hektischen Situationen kommt es häufiger zu Nadelstichverletzungen. Zur sicheren Arbeitsumgebung gehören auch geeignete Abwurfbehälter, Tablettsysteme sowie Erste-Hilfe-Material – und zwar überall dort, wo perkutane Eingriffe im Gesundheitswesen stattfinden und gebrauchte spitze, scharfe oder zerbrechliche Gegenstände anfallen.

Darüber hinaus ist es wichtig, Beschäftige ausreichend zu qualifizieren und sie über die Gefahren ihrer Tätigkeit sowie über das Verhalten bei Zwischenfällen zu unterweisen. Dazu gehört z. B. auch die Aufklärung über Erst- und Nachuntersuchungen bei Nadelstichverletzungen sowie über Meldepflichten und -verfahren. Zudem sind Arbeitnehmer über entsprechende Schutzmaßnahmen – von sicheren Arbeitsverfahren bis hin zu Schutzimpfungen – zu informieren.

Eine mündliche und arbeitsplatzbezogene Unterweisung hat laut Arbeitsschutzgesetz (§ 12 ArbSchG) immer dann zu erfolgen, wenn:

  • neue Mitarbeiter eingestellt werden
  • sich der Aufgabenbereich verändert und/oder
  • neue Arbeitsmittel, wie z. B. Sichere Instrumente, oder Technologien eingeführt werden

Sie ist mindestens jährlich zu wiederholen und ihre Durchführung zu dokumentieren.

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