Daumen

Technische Schutzmaßnahmen: Sichere Instrumente

Sichere Instrumente sind medizinische Einmalartikel für perkutane Eingriffe (Kanülen, Spritzen, Lanzetten), die mit einem Sicherheitsmechanismus versehen sind, die ein ungewolltes Stechen oder Schneiden nach dem eigentlichen Gebrauch unmöglich machen. Sichere Instrumente dienen dem Schutz Beschäftigter vor Nadelstichverletzungen. Unterschieden werden können

  • passive Sichere Instrumente, bei denen die Aktivierung des Sicherheitsmechanismus ohne Zutun des Benutzers automatisch während des Gebrauchs erfolgt (z.B. realisiert bei Venenverweilkathetern wie z.B. BD VenflonTM Pro Safety, BD NexivaTM)und
  • aktive Sichere Instrumente, bei denen der Sicherheitsmechanismus vom Anwender bewusst aktiviert werden muss (z.B. realisiert bei der Sicherheitskanüle BD EclipseTM oder der BD SafetyGlideTM.

Weiterhin werden Sichere Instrumente häufig auch nach der Art der Realisierung des Sicherheitsmechanismus unterschieden. So kann man Schildmechanismen, Entschärfungsmechanismen und retraktive Systeme, bei denen die gebrauchte Nadel nach der Nutzung in das Innere eines Gehäuses gezogen wird, unterscheiden.

Zunehmend werden auch Fertigspritzen in sicherer Ausführung auf den Markt gebracht, beispielsweise werden manche Impfstoffe (z.B. Gardasil) und bestimmte Heparine (z.B. Clexane, Fraxiparin) bereits in eigensicheren Fertigspritzen vertrieben.

Immer wieder werden Sichere Instrumente von Arbeitgebern aber wegen zu hoher Kosten abgelehnt. Informationen zur wirtschaftlichen Zumutbarkeit von Schutzmaßnahmen finden Sie hier.

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[i] Wehkamp KH: Die Ethik der Heilberufe und die Herausforderungen der Ökonomie. - Berliner Medizinethische Schriften, Heft 49, Dortmund 2004

[ii] Bauer CO., Notwendiges Wissen vom Recht für Prüfingenieure, Technische Dokumentation 2000;03: o.S. , Onlineversion unter http://www.doku.net/artikel/notwendige.htm#Rechtsbegriffe, eingesehen am 22.08.2005

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