Daumen

Unfallversicherung

Erleidet ein Arbeitnehmer im Zusammenhang mit seiner Arbeit körperliche Schäden, hat die zuständige gesetzliche Unfallversicherung für die Entschädigung aufzukommen. Die Unfallversicherung erhält hierfür Beiträge vom Arbeitgeber. Ein direkter Anspruch des Arbeitnehmers gegen den Arbeitgeber besteht nur bei vorsätzlichen Taten. Die Unfallversicherung haftet allein auf Grund der Gefährdung, die durch den Betrieb des Unternehmens ausgeht, unabhängig von einem Verschulden. Daher sind auch Schäden, für die es keinen „Schuldigen" im juristischen Sinne gibt, versichert und werden entschädigt – Voraussetzung ist natürlich, dass die Tätigkeit versichert war.

Die gesetzliche Unfallversicherung kommt für alle Kosten eines Arbeitsunfalls auf, von Behandlungs- über Rehakosten bis hin zu Rentenzahlungen auf Grund anhaltender Berufsunfähigkeit. Eine Zahlung von Schmerzensgeld an einen verunfallten Arbeitnehmer ist jedoch nicht möglich.

Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit des Arbeitgebers, die zu einem Arbeitsunfall geführt haben, entbinden die gesetzliche Unfallversicherung von ihrer Haftungspflicht. Um den geschädigten Arbeitnehmer jedoch zu schützen, kommt die Unfallversicherung zunächst für die Schäden auf, kann jedoch die entstandenen Aufwendungen im Zuge des Regressverfahrens vom Unternehmer zurückfordern. Ein beharrlicher und wiederholter Verstoß gegen Arbeitsschutzvorschriften kann als grobe Fahrlässigkeit gewertet werden.

Informationen zu den Rechtsfolgen bei Verstößen gegen geltendes Arbeitsschutzrecht finden Sie hier.

Informationen bei Verstößen gegen die TRBA 250 finden Sie hier.

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